Suchbegriffe…

Mai 9, 2008

Wenn man sieht, dass jemand mit dem Suchbegriff “mei.ne freun.din wu.rde geq.uält -c.d -dv.d -” (ohne die Punkte) auf diesen Blog gestossen ist, dann wird einem ganz anders und man fragt sich, ob (durch Polizei und Co) herauszufinden wäre, wer danach gesucht hat…

Oder man “hofft”, dass die Freundin der/des Suchenden von jemand anderem geq.uält wurde (auch wenn das ein absurder Gedanke ist) und jetzt nur vorsichtshalber festgestellt werden soll, ob es eine DVD oder CD davon gibt.

Noch “schöner” wäre es, wenn es eine CD oder DVD mit diesem Film- oder Liedtitel gäbe… 


Aggressionen ausleben?

Mai 7, 2008

Die Frau Stadt Stadtfrau postet drei interessante Artikel aus der aktuellen Presselandschaft. Zu Artikel zwei und drei hab ich nicht viel zu sagen, aber Nummer eins beschäftigt mich. In diesem Artikel geht es darum, dass Eltern und Pädagogen “den natürlichen Umgang mit Aggressionen verlernt” haben. Quintessenz des (für dieses Thema aus meiner Sicht zu kurzen) Artikels sind für mich folgende beiden Aussagen:

1. Auf die Frage hin, wie Eltern ohne Schlagen, Schreien, ewiges Diskutieren auf Aggressionen ihrer Kinder reagieren sollen, wird geschrieben: “Laut Jan-Uwe Rogge dürfen – und sollen – Kinder und Eltern eines: handgreiflich werden, aber auf die richtige Art und Weise.” Was aber ist die “richtige” Art und Weise handgreiflich zu werden? Darauf bietet der Artikel leider keine Antwort. Das man mal fest zu packt, wenn das Kind (ob aus einer Aggression heraus oder auch nicht) auf eine Gefahrensituation zusteuert, um es vor deutlich größeren Schmerzen als dem zu festen Handgriff zu bewahren, halte ich noch für richtig. Aber sollte man z.B. ein ausrastendes Kind ganz fest in den Arm nehmen, damit sein Bewegungsradius eingeschränkt ist und es sich dadurch nicht weiter reinsteigert? Das mag bei manchen Kindern vielleicht funktionieren, bei vielen doch aber eher zu noch stärkerer Aggression führen, weil sie sich bedroht fühlen. Ich kann mich noch gut an eine Situation erinnern, in der unser Großer herumwütete und ich ihn dann, um ihn zu stoppen (sehr ?) derb am Handgelenk packte. Gefallen hat mir das im Nachhinein auf keinen Fall und ich habe mich dabei / danach alles anderes als wohl gefühlt. Vom Gefühl her kam das in dem Moment dem Schlagen nah. Und das soll es bei uns keinesfalls geben. Was ist also die richtige Art, handgreiflich zu werden? Gibt es die überhaupt? Überschreitet man nicht eine wichtige Grenze und kommt so Aktionen wie Schlagen / Ohrfeige näher?

2. Dann geht es um das Thema Raufen: “„Aggression heißt ja meistens, dass der Körper etwas tun will. Buben müssen das rauslassen, mit Händen und Füßen, sonst explodieren die Kinder“, sagt eine erfahrene Kindergartenpädagogin. Möglichkeiten gebe es genug: Bewegungsspiele, Wettspiele – oder einfach mal raufen lassen.” Soll ich meine Kinder (später mal) miteinander wütend kämpfen lassen? Bei dem Altersunterschied von drei Jahren? Nein, ganz sicher nicht. Toben, herumtollen, kämpfen spielen das alles ist okay, aber richtiges Kämpfen unter Wut (und das verstehe ich unter Raufen) - nein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich dabei zusehen oder wegsehen kann. Und im Kindergarten? Seitdem unser Großer beim Kindergarteneintritt mit 3,5 Jahren mehrfach von einem 6jährigen sehr stark gebissen wurde, hätte ich z.B. ein riesiges Problem damit, wenn z.B. er und sein (inzwischen als Freund bezeichneter) Kindergartenkollege “raufen” und keiner geht dazwischen. Vielleicht verstehe ich aber falsch, was genau mit “Raufen” gemeint ist - genau erklärt wird es leider nicht.

Mein Fazit: Körperlichkeit ist wichtig und gut, d.h. es wird getobt, “gekämpft”, gerannt, sich verausgabt, durchgekitzelt bei uns - aber immer mit der Massgabe, dass dem anderen nicht wehgetan werden soll. Wenn der andere (sei es Kind oder Eltern) deutlich Stopp sagt, dann muss aufgehört werden.

Und, bei Euch?


Risikofreudig

Mai 7, 2008

Ich bin ja eher tolpatschig veranlagt (behauptet jedenfalls mein Mann). Wenn ich dann also am Abend vor dem Kinderkrippen-Fotografen-Termin mich das erste Mal daran wage, dem kleinen Sohn mit der Schere statt mit dem Haarschneidegerät die Haare zu schneiden, dann ist der Ausdruck risikofreudig wohl sogar etwas untertrieben für mein Vorhaben…

ABER: Es sieht klasse aus und ich finde, ich darf sogar stolz auf das Ergebnis sein. Es gab keine Verletzten (außer eine Mini-Schnittwunde an meinem Finger, aber das zählt nicht) und Sohnemann hat einen sehr ordentlichen und fast perfekt gleichmäßigen und nicht zu kurzen 3cm - Haarschnitt. :-))) (Hätte ich nicht genau den 3cm Aufsatz für die Haarschneidemaschine kaputt gemacht, dann hätte ich also nie gemerkt, dass ich so was kann. ;-) )


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Mai 5, 2008

In unserer Stadt ist heute Nacht ein Wohnhaus abgebrannt. Die Adresse, die heute morgen durch die Medien geisterte, “beruhigte” mich etwas, denn sie war eine komplette Straßenzeile von der Patentante des Kleinen entfernt. Anhand der Bilder, die inzwischen veröffentlicht wurden, kann man als “Insider” aber erkennen, dass die genannte Adresse falsch war…

Der Unglücksort ist nur zwei Häuser von der Adresse der Patentante entfernt. Noch vor fünf Tagen haben wir mit Blick auf die inzwischen total verkohlte Rückseite des Hauses Geburtstag gefeiert.

Jetzt ist mir ganz anders und ich hoffe, dass sie und ihr kleiner Sohn heute Nacht nur durch den Lärm beeinträchtigt wurden und nicht selbst von der Evakuierung betroffen waren. So schnell verschwindet das Gefühl der Sicherheit. (Wir haben in allen relevanten Räumen Rauchmelder installiert und ich kann jedem nur raten, diese relativ günstige Investition ebenfalls durchzuführen.) 

Nachtrag: Sie waren sehr wohl betroffen und wurden unter großem Zeitdruck evakuiert, da der Funkenschlag wohl so extrem war, dass das Feuer auf einige Häuser überzugreifen drohte (von der Terasse haben sie heute faustgroße Brandteile weggekehrt). Der dreijährige Sohn hat einen Schock erlitten und wird wohl noch eine Weile daran zu knabbern haben…  :-( “Interessant” fand ich ihre Aussage, dass sie im ersten Moment völlig irrational reagiert hat. Dabei ist sie Ärztin und Extremsituationen wirklich gewöhnt. Selbst als sie einige Zeit aus dem Haus raus waren, war sie, wie sie selbst sagte, noch nicht ganz wieder “Herr der Lage”. So fuhr sie zu einer anderen Freundin (weil die die Person war, die sie am Abend zu letzt gesprochen hatte), obwohl es - auch aus ihrer Sicht - viel logischer gewesen wäre, zu uns zu kommen, da hier Wechselsachen, ein Bett für sie und ihren Sohn etc. gewesen wären. Jetzt sind sie jedenfalls wieder zuhause und der Kleine hat auch schon wieder mit dem Feuerwehrauto gespielt - wenn auch wohl anders als sonst. So schnell, kann die eigene Welt aus den Fugen geraten, obwohl man nicht mal selbst direkt betroffen ist.

Folgender Gedanke drängt sich mir dabei auf, auf den ich aber selbst (noch) keine Antwort habe: Soll man sich Gedanken darüber machen, in welche Extremsituationen man geraten kann, die dann schnelles Handeln erfordern, damit man in solchen Situationen nach Möglichkeit das Richtige tut? Oder macht man sich damit nur verrückt und macht dann sowieso das Falsche?


Kapazitäten

Mai 5, 2008

Wenn mir vor fünf Jahren jemand gesagt hätte, dass in unsere Mini-Badewanne zwei kleine und ein großer Hochseekapitän plus ein mittleres Piratenschiff passen, dann hätte ich sonst was dagegen gewettet. ;-)

So unbequem kanns aber nicht gewesen sein, denn keiner der drei interessierte sich fürs Abendessen - Piratenschiff entern und mit Wassersalven torpedieren war dann doch spannender…

Solche Situationen erleben zu dürfen, das ist für mich Glück.

Zu sehen, wie unglaublich liebevoll der Chef-Kapitän den jüngsten Nachwuchspiraten wäscht und dann beim Abendessen-Vorbereiten in der Küche das Lachen und Quieksen der Kinder aus dem Bad und die “Hilfe.schreie” das Göttergatten zu hören, das ist für mich Liebe.

Ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, so etwas erleben zu dürfen - zu viel ist da in meinem Umfeld schon passiert. Und deshalb empfinde ich in solchen Momenten nicht nur Glück und Liebe sondern auch eine tiefe Dankbarkeit. Und die macht das Glücksgefühl noch größer.


Ein perfekter Vatertag

Mai 2, 2008

Herrlich - erst den Papa ausschlafen lassen, dann Frühstück mit Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren und Pancakes, dann nach draußen zum Sonnenschein-Genießen, dann Mittagessen bei der Oma und Eis zum Nachtisch. Ein langer Mittagsschlaf für das Baby und ein kurzer für die Eltern, danach der Bau des welthöchsten Legohauses ( ;-) ) und noch mal ein Ausflug nach draußen. Der sollte zur Landesgartenschau führen. Da die aber schon geschlossen war, landeten wir beim Volksfest - zum großen Glück des großen Sohnemanns. Zwischendrin ein Telefonat mit dem Opa, bei dem der Kleine zum ersten Mal überhaupt OPA sagte.

Andere Väter gehen am Vatertag weg - wir haben am Vatertag unseren Papa komplett für uns. Herrlich. :-)


Horror

April 28, 2008

Der Fall von Missbrauch und Freiheitsberaubung in Österreich ist ja logischerweise überall präsent. Unabhängig davon, dass niemand etwas bemerkt haben will, beschäftigt mich insbesondere die Tatsache, dass es ganz sicher eine Dunkelziffer bei dieser Art von “Freiheitsentzug” gibt. Wie wieviele Menschen/Kinder sind jetzt in diesem Moment schon seit Wochen/Monaten/Jahren gefangen und werden gequält? Ein Gedanke, der mich verrückt macht und den ich eigentlich nur verdrängen kann, weil ich keinen Weg finde, damit zurecht zu kommen.

Außerdem ist da die Frage, was insbesondere den vier eingeschlossenen Personen jetzt noch bevorsteht - die ständige Überwachung in den Medien, die Verfolgung durch die Presse bis ans Lebensende, das immer wieder aufwühlen der Gefühle durch unsensible Reporterfragen, und, und, und… Das wiegt wahrscheinlich fast genauso schlimm, wie das Trauma, dass sie durch das Einsperren und Missbrauchen erlitten haben. Die Vorstellung, dass sie einfach anonym bleiben dürfen und irgendwo langsam ins Leben finden können ohne sich gleich oder jemals ins Schema der Medien pressen lassen zu müssen, wäre “schön”, ist aber eine Illusion. Es wird sicher keine Woche dauern, bis uns von allen Seiten Fotos der betroffenen Menschen gezeigt werden…


Zeitgefühl

April 27, 2008

Samstag beim Mittagessen fragt der Große die Oma: “Oma, stimmts, als Du ein Kind warst gabs noch Dinosaurier.”

Das ist doch ein Klassiker des Kindermunds, oder?! :-)


Realitätssinn

April 27, 2008

Wir gehen Samstag vormittag ziemlich oft auf einen etwas weit entfernteren Markt, um u.a. “Pizzabrötchen” (= Brötchen aus Pizzateig) zu kaufen, die bei unserem Großen heißgeliebt sind. Diesmal war der Große schlecht drauf, wollte irgendwann weder laufen noch Laufrad fahren. Zur Aufmunterung fragte ich ihn, wie viele Pizzabrötchen er denn kaufen wolle. Seine Antwort: tausend. Diese Aussage wurde dann mehrfach wiederholt - bis ca. 1 Meter vor dem Verkaufsstand. Als wir dran waren, fragte die Verkäuferin, was wir denn möchten. Ich sagte Pizzabrötchen und schaute dann zum Sohnemann, damit er die Zahl nennt. Und was sagt er dann plötzlich ganz kleinlaut: “so sieben oder acht”. :-)


Falscher Fuß

April 25, 2008

Wenn der sonst so wundervoll vernünftige große Sohnemann einen Unsinn nach dem anderen baut und darunter nicht nur der Küchentisch und die elterlichen Nerven sondern auch die Stimmung des kleinen Bruders arg zu leiden haben, dann kann ich mich nicht bremsen und stelle die Frage, was denn mit ihm heute los sei und vermute im gleichen Atemzug, dass er wohl schon total müde sei und umgehend ins Bett müsse und vielleicht auch die Play.mo.bil Solda.ten.bastion, die er sich gestern vom urgroßmütterlichen Geburtstagsgeld kaufen durfte, ihm wohl nicht ganz so gut bekommt. Wenn ich also letztere Vermutung dem durchdrehenden Sohn an den Kopf werfe in den Raum stelle stelle, dann wird folgende Erklärung gegeben: “Ich bin heute früh mit dem falschen Fuß aufgestanden.”

(Ich musste ziemlich grinsen und konnte mir nur mit viel Mühe die Frage verkneifen, welcher Fuß denn der falsche wäre. ;-) )